Briefe deinen Texter und spare Zeit

Briefe deinen Texter

„Ich möchte ein Haus. Es sollte Wände haben. Außerdem wären Fenster ganz nett. Und eine Tür. Ein Dach muss es auch haben.“

Die Beschreibung dieses Hauses ist ganz nett. Aber sie trifft auf jedes Haus zu, das es gibt. Sie lässt viele Fragen offen.

Was hat das jetzt mit Briefing zu tun?

Naja … das Briefing für einen Texter würde nach obiger Vorlage so aussehen:

„Ich möchte einen Text haben. Wörter soll er enthalten. Satzzeichen an den richtigen Stellen wären ganz nett. Und bewirken soll er was.“

Das trifft auf jeden Text zu, den es gibt. Es sagt einfach nichts aus. Die einzige Aussage, mit der ich etwas anfangen kann ist: „Ich möchte einen Text haben.“ Aufgrund dieser Aussage kann ich mit Sicherheit sagen, dass du einen Texter brauchst, ich eine Texterin bin und dir höchstwahrscheinlich helfen kann. Die Betonung liegt auf höchstwahrscheinlich.

In meinem letzten Beitrag Wie viel Zeit benötigt ein guter Text habe ich dir schon erzählt, dass Text nicht gleich Text und Texter nicht gleich Texter ist. Um entscheiden zu können, ob ich die richtige Texterin für dich bin, brauche ich weit mehr Angaben.

Und um dir dann einen Text zu liefern, der genau das ist, wonach du gesucht hast, brauche ich und jeder andere Texter da draußen noch weitere Infos.

Daher das heutige Thema

Briefe deinen Texter

Um dir ein wenig unter die Arme zu greifen, habe ich mir überlegt, was genau du deinem Texter mitteilen musst. Im oben erwähnten Beitrag findest du am Ende eine kleine Aufzählung, welche minimalen Angaben du deinem Texter geben musst.

Da gehe ich jetzt näher darauf ein.

Dein Thema

Ich gehe einmal davon aus, dass du ein Hauptthema bedienst. Dieses solltest du deinem Texter mitteilen. Zum Beispiel: Pferdeflüsterin für Pferde mit traumatischen Erlebnissen.

Und natürlich das Thema, für das du den Texter jetzt brauchst. Zum Beispiel: Übungen, die jeder mit seinem traumatisiertem Pferd zuhause durchführen kann.

Die Zielperson

In diesem Beispiel ist die Zielperson schon klar. Pferdebesitzer, die ein traumatisiertes Pferd betreuen oder besitzen. Aber sollte die Zielperson nicht offensichtlich sein, muss der Texter wissen, wen du mit dem Text erreichen möchtest. Geht es zum Beispiel um eine Stereoanlage, dann möchtest du vielleicht vorwiegend junge Partymenschen ansprechen. Dann teile das deinem Texter mit.

Was soll der Text bewirken

Welche Handlung soll deine Zielperson vornehmen, wenn sie den Text gelesen hat? Das ist wichtig für den Texter, denn der gesamte Text zielt dann auf diese eine Handlung ab. Daher formuliere klar, was du möchtest.

Soll der Leser die Anlage kaufen, weiterführende Infos anfordern, dich in deinem Lokal besuchen etc.?

Wie lange soll oder darf der Text sein?

Da musst du im Vorfeld schon wissen, wo der Text am Ende hin soll. Ein Blogartikel kann länger und ausführlicher ausfallen.

Eine reine Produktbeschreibung für den Shop ist in der Regel nicht sehr umfangreich und der Texter muss ganz anders formulieren, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Oder soll eine Webseite getextet werden, muss klar sein, um welche Seite es sich handelt.

Bist du dir bei der Länge selbst nicht sicher, dann berate dich mit deinem Texter. Er muss lediglich wissen, wo der Text veröffentlicht werden soll. Wenn er das weiß, kann er dich beraten bezüglich der günstigsten Wortanzahl. Das bringt uns zum Punkt

Wo soll der Text erscheinen?

Wenn du den Text für verschiedene Plattformen brauchst, dann teile dies deinem Texter mit. Das hat folgende Gründe

Veröffentlichst du auf verschiedenen Plattformen/Kanäle wird er dir für jede einzelne passenden Text erstellen

Die Nutzungsbedingungen werden dann bei der Kostenkalkulation bereits berücksichtigt.

Abstecher zu den Nutzungsbedingungen

Nicht jeder Texter gibt umfangreiche Nutzungsbedingungen für die gelieferten Texte. Jetzt kann es vorkommen, dass du zum Beispiel einen Blogartikel für deinen Blog bestellst.

Weil der Text so gut ankommt, veröffentlichst du denselben Text auf einem anderen Blog noch einmal. Oder du lässt ihn abdrucken oder verwertest ihn auf andere Art.

Ein Problem, das dann auf dich zurollen kann: Wenn es mit deinem Texter so nicht vereinbart war, dann kann er dir ziemlich auf die Finger klopfen. Denn er hat dir das Recht eingeräumt, den Artikel auf deinem Blog zu veröffentlichen. Jedoch nicht auf einem weiteren.

Daher sage deinem Texter schon im Vorfeld genau, was mit dem Text geschieht. Das spart Zeit, Geld und Nerven.

Bilder?

Hast du Bilder, die in den Beitrag eingebaut werden sollen oder möchtest du Bilder, hast aber keine, dann gib diese Info deinem Texter. Am besten und günstigsten sind immer eigene Bilder.

Bildrecherche ist oft eine zusätzliche Leistung des Texters und kostet dir natürlich Geld. Zudem können dann auch noch Linzenzgebühren für die Bilder selbst anfallen.

Was gibt es noch zum Briefing zu sagen?

Je genauer du mit deinen Angaben bist, umso schneller kommst du mit deinem Texter weiter. Wenn es dir schwer fällt, auszudrücken, was du möchtest, kannst du deinem Texter auch einen Beispieltext zukommen lassen.

Dann weiß er, welchen Stil der Text haben soll. Hilft enorm weiter und spart unnötige Korrekturschleifen.

Und frage nach. Immer. Wenn dir etwas unklar ist, scheue dich nicht und frage einfach noch einmal nach.

Mir, als Texterin, ist es auch lieber, du fragst einmal mehr nach, als einmal zu wenig. So werden Missverständnisse sofort geklärt und Unklarheiten beseitigt. Umgekehrt gilt dasselbe. Sei froh, wenn dein Texter nachhakt. Das zeugt nicht von Unprofessionalität, sondern das Gegenteil ist der Fall. Daher ist auch wichtig, deinem Texter zu sagen, wie du am besten und schnellsten erreichbar bist.

Gemeinsam sind wir besser

Dein Texter ist kein Bittsteller. In erster Linie braucht er nicht etwas von dir, sondern du möchtest etwas von ihm. Ganz streng betrachtet.

Aber eigentlich braucht ihr euch gegenseitig. Du bist froh, dass er dir weiterhilft. Er ist froh, dass er dir weiterhelfen darf. Und so entsteht eine gleichberechtigte Abhängigkeit.

Also behandle deinen Texter als Teammitglied und kommuniziere stets offen und ehrlich. So, wie du ihm begegnest, so begegnet er dir. Oder anders ausgedrückt:

So, wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es zurück.

Das bestmögliche Ergebnis kann nur dann erreicht werden, wenn du mit deinem Texter zusammenarbeitest.

Läuft es trotz aller Bemühungen nicht rund, dann bist weder du noch der Texter schuld. Ihr passt am Ende einfach nicht so gut zusammen. Das kommt vor und macht nichts, solange es achtsam und mit Respekt geklärt wird.

Nun habe ich dir nach besten Wissen und Gewissen mitgeteilt, worauf du achten musst, wenn du einen Texter briefst.

Hast du noch Fragen dazu?
Oder hast du schon eigene Briefingerfahrungen (gut/schlecht) gemacht, von denen du berichten möchtest?

Ich freue mich auf deine Gedanken.

Alles Liebe!
Babsi


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